jusos-Logo
Juso-Kreisverband Südthüringen

Aktivitäten

Veranstaltung in Schmalkalden

Am 23.04.2008 veranstalteten wir in Zusammenarbeit mit Mobit (Mobile Beratung für Demokratie und gegen Rechtsextremismus in Thüringen) eine INfoveranstaltung unter dem Thema "Rechtsextremismus gestern und heute". Diese Veranstaltung war gut besucht. Zuerst gab es ein Inputreferat von Mobit. In diesem wurde den anwesenden Gästen verdeutlicht, wie weit sich der Rechtsextremismus schon in die Mitte unserer Gesellschaft vorgearbeitet hat. Die Neonazis verteilen Schulhof-CDs und das Nazi-Outfit ist in unseren Straßen oft anzutreffen, ohne dass sich jemand daran stört. Hierbei ist zu erwähnen, dass es in Meiningen gleich drei(!!!) Naziläden gibt! Also ist es allerhöchste Zeit gegen diese Leute vorzugehen. In der anschließenden Diskusionsrunde wurden auch Vergleiche zu früher, also der Zeit der Machterschleichung der Nazis 1933 angestellt. Hierzu hatten wir Kurt Pappenheim zu Gast, dessen Vater Ludwig Pappenheim (ein sozialdemokratischer Reichstagsabgeordneter) von den Nazis verhaftet worden war. Er wurde zu einer mehrmonatigen Haftstrafe verurteilt und nach deren Absitzen nicht entlassen, sondern sofort in "Schutzhaft" genommen und im KZ Börgermoor erneut inhaftiert und ermordet. Kurt Pappenheim warnte davor, die Naziszene zu unterschätzen. Den mit den "Freien Kameradschaften" seien sie gut organisiert und vernetzt. Ebenso waren Rolf Baumann (MdL) und Dieter Schmidtke (SPD-Ortsvereinsvorsitzender Steinbach-Hallenberg) zu Gast. Durch die Veranstaltung führte der SPD-Kreisvorsitzende und Breitunger Bürgermeister Peter Heimrich. Wir Jusos bedanken uns bei allen Anwesenden, die diese Veranstaltung recht interessant ausgestaltet haben.

Seminar der FES mit den Jusos zum Thema Pressearbeit

An diesem Seminar haben wir auch teilgenommen. Fotos gibt es hier auch bald zu sehen.

Seminar "Demokratischer Sozialismus"


Jens Kürschner und Sven Scheerle

Vom 28.03. bis zum 29.03.2008 veranstalteten unsere Juso-Freunde aus Jena ein Seminar zum Thema "Demokratischer Sozialismus". Von uns Jusos SMS nahmen Sven Scheerle und Jens Kürschner daran teil. Gerade das Gewinnstreben vieler Konzerne, dass auch oft mit Entlassungen einhergeht, lässt viele Menschen über Alternativen zu dem jetzt bestehenden Wirtschaftssystem nachdenken. Es war ein informatives Seminar, dass uns verdeutlichte, dass der Sozialismus als Idee nicht am Ende, aber in der Wirklichkeit auch nicht paktikabel ist. Über dies sollte erst einmal genau geklärt werden, was demokratischer Sozialismus ist. Denn dieser Begriff ist nun einmal vorbelastet, durch Stasi, Mauer und Stacheldraht, durch Verfolgung von Christen, Friedensaktivisten, Bürgerrechtler und anderen Andersdenkenden. Diejenigen, die das durchführten, nannten sich auch demokratisch, akzeptierten aber dann noch nicht einmal Sprüche, die sogar von ihren eigenen früheren Gründern geprägt wurden. Deshalb kann man über den demokratischen Sozialismus diskutieren und sollte dies auch tun. Wie kann eine gerechte Gesellschaftsordnung erreicht werden? Um aber diese zu erreichen, ist es auch gut, wenn man damit vor Ort anfängt. Die Kommunalpolitik kann hierfür ein recht interessantes Feld sein. Hier wird entschieden, ob, wann und wo Gewerbeflächen für Unternehmensansiedlungen zur Schaffung von Arbeitsplätzen ausgewiesen, ob Alten- und Pflegeheime in der Kommune gebaut und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen vor Ort durchgeführt werden. Auch dies gehört zu einer gerechten Gesellschaft. Und noch etwas: Einfach Unternehmen zu enteignen, wiederspricht der Gerechtigkeit und auch dem demokratischen Selbstverständnis. Dies kann und darf nicht Sozialismus sein. Dieser kann nur funktionieren, wenn alle daran beteiligt sind und Zwang ein Fremdwort ist. Deshalb sollten Unternehmen, um eben Machtmissbrauch und Korruption zu verhindern, überwacht werden. Soziale Kälte und Armut müssen überwunden werden!