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Juso-Kreisverband Südthüringen

Geba-Projekt ist Investition in die Jugend

Allgemein

Rhön - Als gebürtiger Rhöner unterstütze ich die in der vergangenen Woche vorgestellten Pläne, auf der Hohen Geba ein Besucher- und Erlebniszentrum zu errichten. Gleichzeitig stoßen die wahlkampftaktischen Spielchen des Landtagsabgeordneten Michael Heym meinerseits auf Unverständnis. Schließlich ist das Geba-Konzept kein Wahlkampfthema, sondern ein Projekt für die Rhön und das Wohl ihrer Bewohner.

Der schiefste Turm der Welt, eine begehbare Umlaufbahn, die Ausstellungsfläche mit ihren 1200 Quadratmeter, das Sonnendeck auf dem Dach, die Verpflegungs- und Seminarräume im Turmkopf sowie die geplante Riesenrutsche sind für mich Garanten für ein wegweisendes Vorhaben. Nicht zu vergessen, die sich daraus ergebenden möglichen Folgeinvestitionen für die gesamte Region. Erstmalig in der touristischen Geschichte der Rhön werden dabei alle Altersgruppen innerhalb der Gesellschaft angesprochen. Was da auf dem Geba-Plateau entstehen soll, ist meiner Meinung nach eine Investition in die Zukunft der Rhön und ihrer Bewohner, allen voran in die Jugend. Über Monate investierten die Initiatoren viel Zeit und Herzblut in ein Projekt, welches einzigartig ist und der Rhön das dringend benötigte Alleinstellungsmerkmal sowie dringend notwendige positive  volkswirtschaftliche Effekte liefert. Jahre lang hatte die Thüringische Rhön tourismuspolitisch das Nachsehen. Das Ergebnis: Nur acht Prozent der Übernachtungszahlen der gesamten Rhön entfallen auf den Thüringer Teil. Mit Peter Heimrich kam schließlich ein Mann, der die Zeichen der Zeit erkannt hat. Zusammen mit dem Architekturbüro Bießmann und Büttner entstand eine Vision und aus dieser Vision wurde ein zukunftsträchtiges Projekt von dem die Region über Generationen profitieren kann. Umso verwunderter beobachte ich, auf welcher Ebene da teilweise und vor allem im Internet argumentiert wird. Nach meiner Einschätzung  mangelt es den momentanen Projekt-Gegnern häufig an Informiertheit, Sachlichkeit und Objektivität. Deshalb ist es auch zwingend erforderlich weitere Aufklärungsarbeit zu leisten.

Immer häufiger ist dabei die Rede von Gigantomanie und Steuergeldverschwendung in hohem Ausmaß. Hierbei kann ich nur nochmal darauf verweisen, dass  die in Aussicht gestellten Mittel einzig für die Förderung touristischer Leuchttürme vorgesehen sind. Nachzulesen im Koalitionsvertrag der Thüringer Landesregierung auf Seite 15. Die Frage dabei ist nur, wo das passiert und wem das Ganze dann zu Gute kommt. Die Bürgerinnen und Bürger sollten sich lieber glücklich darüber schätzen, dass wir noch geradlinige Politiker haben, die es als Ihre Aufgabe sehen, sich für unsere Region stark zu machen und diese voran zu bringen. Das Tourismus-Konzept Rhön, in welchem das Geba-Projekt zweifelsfrei eine elementare Rolle spielt, ist einfach eine einmalige Chance. Am vergangen Freitag erst, übergab der Thüringer Wirtschaftsminister Uwe Höhn (SPD) einen Fördermittelbescheid über knapp 1 Millionen Euro für das Projekt Arche Rhönwald zwischen Kaltenwestheim und Unterweid. Mit dem Bau soll noch in diesem Jahr begonnen werden. Die Arche sowie das Geba-Projekt sind ein Teil des Gesamtkonzepts, eben einem Zusammenspiel vieler einzigartiger Projekte, die sich ergänzen und nicht miteinander konkurrieren. Deshalb ist es für mich unverständlich nun einen Bürgerentscheid anzustreben. Ich finde zwar, dass plebiszitäre Elemente zu unserer Demokratie gehören und stärker implementiert werden müssen, jedoch  bringt dieses Bürgerbegehren das Fortschreiten des Projektes auf der Geba für Monate zum erliegen. Wenn der Bau des touristischen Leuchtturms dann aber verzögert oder gar verhindert wird, schadet dies auch der touristischen Entwicklung in der Hohen Rhön und speziell der Erlebniswelt Rhönwald. Sollte es also zu einem Bürgerentscheid kommen, dann kann ich nur jedem Befürworter nahe legen, den Gang zur Wahlurne anzutreten- die Projektgegner werden dies tun.

Ich finde es skandalös, wie manche Politiker die eigenen Interessen über das Wohl der Gemeinschaft stellen und dabei ihr Fähnchen immer in die Windrichtung halten. Herr Heym beispielsweise betreibt hier offensichtlich öffentliche Meinungsmache, die der Tourismusentwicklung in der Rhön und somit auch ihren Bewohnern schadet. Hier wird den Bürgerinnen und Bürgern ganz klar Angst vermittelt und so für Unsicherheit gesorgt. Von unkalkulierbaren Risiken ist dabei immer wieder die Rede. Wenn schon der Zwergenpark in Trusetal jährlich circa 100.000 Besucher vorweisen kann, dann frage ich mich wieso man einem einzigartigen Projekt auf der Geba dieses Potential streitig macht. Für mich liegt ganz klar auf der Hand, dass dieses Vorgehen dem eines visionslosen und ausgebrannten Politikers entspricht. Diesbezüglich stelle ich mir aber hauptsächlich Herrn Heym die Frage, was denn der CDU-Kreischef, der direkt gewählte Volksvertreter und somit Hoffnungsträger einer ganzen Region in den letzten Jahren für unsere Heimat getan hat und noch tun möchte und welche Fördermittel er für die touristische Entwicklung der Rhön bisher akquiriert hat. Es ist für mich absolut unverständlich, dass er verhindern will, dass nun auch mal die Rhön und ihre Menschen an der Reihe sind.

Jan Schmeier
Kreisvorsitzender der Jusos Südthüringen