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Juso-Kreisverband Südthüringen

Jusos Südthüringen: Veilsdorfer Schule muss bleiben!

Allgemein

Am Sonntag findet im Landkreis Hildburghausen mit der Entscheidung über den Erhalt der Regelschule Veilsdorf der 1. Bürgerentscheid der Geschichte statt. Der Juso-Kreisverband Südthüringen zeigt sich solidarisch mit der hiesigen Elterninitiative und kritisiert dabei das Vorgehen des Landrats Thomas Müller.

Seit nunmehr über einem Jahr erhitzt das Thema der Schulschließung am Standort Veilsdorf die Gemüter im Landkreis. Kurz vor der endgültigen Entscheidung hinsichtlich des weiteren Vorgehens schalten sich nun auch die jungen Genossen in die Diskussion ein. Sie sehen es als ihre Aufgabe an, die Missstände innerhalb der Gesellschaft aufzudecken und darauf aufmerksam zu machen. Was dabei die Pläne des Landrates des Landkreises Hildburghausen angeht, die Schule in Veilsdorf zu schließen, beziehen die Nachwuchspolitiker eine klare Position. „Die Regelschule muss erhalten bleiben! Viel mehr noch, es sollte alles erdenklich Mögliche unternommen werden, diese im Sinne einer Gemeinschaftsschule zu etablieren,“ so der Juso-Kreisvorsitzende Jan Schmeier. Bei den Jungsozialisten jedenfalls stößt das Vorgehen des Landrats auf Unverständnis. Schließlich existiere ein pädagogisches Konzept, welches im Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur auf Zustimmung gestoßen ist. Der Juso-Vorstand stellt sich hierbei die Frage, warum der Landrat selbst noch nicht auf dieses Konzept reagiert hat? Als Volksvertreter sollte er ihrer Meinung nach die Visionen und konkreten Ideen der Bürgerinnen und Bürger unterstützen und nicht ignorieren. Laut des Juso-Vorsitzenden stehen das Kreisoberhaupt sowie der CDU-geführte Kreistag aber zunächst einmal in der Pflicht einen konkreten Schulnetzplan zu entwickeln. „Bevor dieser nicht existiert sollte nicht einmal ansatzweise über Schulschließungen diskutiert werden. Ich bestelle mir ja auch kein Taxi, wenn ich nicht weiß wo die Reise hingehen soll,“ wundert sich Schmeier. Des Weiteren schließt sich der neu gewählte Kreisvorstand der Jusos Südthüringen auch der Meinung der Initiative der betroffenen Eltern an. Diese sind der Auffassung, dass Schulschließungen aus Kostengründen nicht das richtige Signal an die jungen Menschen in der Region sind. „Wir müssen in unsere Kinder und deren Bildung investieren. Nur so können wir uns der Abwanderungsproblematik ein Stück weit entziehen, erhalten Anreize für Neuansiedlungen und sichern somit existenzielle Voraussetzungen für unsere ländliche Region,“ merkt der stellvertretende Vorsitzende André Schmidt an. Die CDU spart hier laut einhelliger Meinung der jungen Genossen an der falschen Stelle, aber vielleicht sei das ja auch die von Frau Lieberknecht angekündigte neue Bildungspolitik, mutmaßt der Vorstand der Jungsozialisten. In einem sind sich die Nachwuchspolitiker aber sicher: Hätte der Landrat die ca. 12.500 von der Bürgerinitiative gesammelten Unterschriften sowie die Prognosen über steigende Schülerzahlen nicht weitestgehend ignoriert, wäre dem Landkreis und seinen Bewohnern möglicherweise eine teure und unnötige Abstimmung erspart geblieben. Das Geld sei an anderer Stelle jedenfalls besser aufgehoben. Der Kreisvorsitzende ist überzeugt davon, dass bei einer drohenden Schulschließung unsere Kinder selbst die Leittragenden sind: „Durch längere Anfahrtszeiten zu den umliegenden Schulstandorten wird die dringend notwendige Erholungszeit der Schülerinnen und Schüler beeinträchtigt und könnte sich dauerhaft negativ auf deren Lernerfolg auswirken.“ Die Jusos machen hierbei allerdings darauf aufmerksam, dass der Landrat sein Vorhaben nur dann realisieren kann und wird, wenn die Wahlbeteiligung gering bleibt. Dafür spricht auch, dass am Sonntag nicht alle Wahllokale geöffnet sein werden. Diese fragwürdigen Einsparungen stellen aus Sicht der Jusos eine klare Benachteiligung der Gegner der Schulschließung dar. „Wir glauben aber die Bürgerinnen und Bürger haben erkannt, dass die CDU dem Landkreis Hildburghausen mit ihrer ignoranten und nachlässigen Arbeit schadet und leider einiges verschlafen hat. Gerade deshalb sollte jeder Wahlberechtigte an diesem Sonntag, trotz erschwertem Weg, den Gang an die Wahlurne antreten um für das Wohl unserer Kinder abzustimmen und nicht für ein paar Euro mehr in der Kreiskasse,“ appelliert Schmeier an alle Bürger.